Deutscher Gewerkschaftsbund

28.01.2019

Das Elefanten-Netzwerk

Nach dem Datenskandal stehen die sozialen Netzwerke wie Facebook oder Twitter wieder im Fokus der Datenschutzdebatte. Für Twitter gibt es eine datensichere Alternative. Sie trägt den Namen eines Urzeit-Elefanten.

Mastodon Logo

Mastodon

Seit 2016 gibt es eine Alternative zum US-Kurznachrichtendienst Twitter. Benannt ist sie nach einer vor rund 10 000 Jahren ausgestorbenen Urzeit-Elefantenart – dem Mastodon. Auf der Plattform können angemeldete Nutzer Kurznachrichten verbreiten. Was auf Twitter der „Tweet“ ist hier der „Toot“ oder auf Deutsch der „Tröt“. Mastodon erlaubt pro Post 500 Zeichen. Ansonsten sind viele Funktionen vergleichbar mit denen auf Twitter. Es gibt Hashtags, Posts können ebenfalls geteilt und kommentiert werden.

Mastodon: Denzentrale Instanzen

Das Netzwerk hat mehrere Vorteile. Zum einen läuft es nicht auf einem zentralen Server, der die Daten aller NutzerInnen abgreift und speichert. Die NutzerInnen melden ihre Account auf dezentralen Instanzen – also separaten Netzwerken – an. Diese können von Privatpersonen gehostet werden. Die Hauptinstanz erreicht man unter https://mastodon.social. Vernetzen können sich die UserInnen über alle Instanzen hinweg. Es gibt klare Verhaltensregeln, die von ModeratorInnen auf jeder Instanz eigenständig überwacht werden. Die NutzerInnen können sich etwa bei einer Troll-Attacke direkt an die ModeratorInnen wenden.

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Mastodon: Relativ wenige NutzerInnen

Mastodon hat zudem strenge Datenschutzregeln. Einen Haken hat Mastodon allerdings: Bisher sind nicht allzu viele Menschen angemeldet. Im Januar 2019 hatten rund 1,8 Millionen Menschen weltweit einen Account. Genutzt wird Mastodon vor allem in Japan. Dort sind rund 800 000 NutzerInnen angemeldet – gefolgt von Deutschland (ca. 390 000), den USA und Frankreich (je ca. 140 000). Versendet wurden rund 202 Millionen Nachrichten von etwa 2800 Instanzen.

Mastodon: Sicherer als andere Netzwerke

Sofern der Freundeskreis nicht nur aus Digital-Nerds besteht, wird es schwierig eine große Followerschaft aufzubauen. Doch gerade hier besteht eine Chance für die gewerkschaftliche Kommunikation. Zum einen ist Mastodon datensicherer, zum anderen sind rechte Trolle und Hetzer hier (noch) nicht aktiv. Für GewerkschafterInnen könnte Mastodon deshalb ein interessanter Kanal sein, um sich ungestört zu vernetzen und auszutauschen. Ob sich das Netzwerk als Alternative zu Twitter durchsetzen wird ist ungewiss. Die gute Nachricht lautet: Mastodon wächst und der DGB ist nun mit unionize.de dabei.

Anmeldung unter: https://joinmastodon.org/

Unseren Account findet ihr unter: https://mastodon.technology/@unionize

 

 

 

 


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