Deutscher Gewerkschaftsbund

28.10.2020

WeClock: Daten für ArbeitnehmerInnen

Es ist höchste Zeit, dass Beschäftigte die Hoheit über ihre Daten bekommen. Die App WeClock bietet ArbeitnehmerInnen die Chance, Daten rund um ihren Arbeitsalltag zu sammeln – datensicher und geschützt. Wie lang ist mein Weg zur Arbeit? Wie viele Kilometer laufe ich pro Schicht? Welche Apps nutze ich auf dem Smartphone? Auch Gewerkschaften sollen künftig davon profitieren.

weclock

 

Es ist höchste Zeit, dass ArbeitnehmerInnen verstehen, wie viele Daten sie täglich am Arbeitsplatz hinterlassen. Bisher profitieren vor allem Daten-Konzerne und die Arbeitgeber: In der Corona-Krise haben noch mehr Unternehmen ihre Prozesse in die Cloud verlagert: MS Teams, Slack, Trello sind nur einige Beispiele für Kollaborationstools. Auch wenn in Deutschland und Europa die dort anfallenden Daten nicht genutzt werden dürfen, so sind sie doch auf Server gespeichert. Wer weiß schon genau, was mit diesen Informationen künftig passiert?

Daten bleiben auf Smartphone der Beschäftigten

Das es auch anders geht, will das Startup WeClock zeigen. Mit einer App sollen ArbeitnehmerInnen ganz bewusst Daten über ihren Arbeitsalltag sammeln. Wie lang pendeln sie zur Arbeit? Wie viele Kilometer laufen sie pro Tag? Und: Wie viele Überstunden sind angefallen. Das alles läuft unter dem Motto „Give Work A Reality Check“. WeClock ermöglicht die eigenen Arbeitszeiten und Überstunden zu protokollieren, um sich vor Überlastung und Unterbezahlung zu schützen. Zentrale Bedingung: Alle Daten bleiben auf dem Smartphone der Beschäftigten. Sie entscheiden, was damit passiert oder nicht. Nutze ich die Daten ausschließlich für mich? Oder teile ich sie zum Beispiel mit der Gewerkschaft. Diese kann die Informationen etwa nutzen, um daraus Forderungen bei Tarifverhandlungen abzuleiten und zu begründen. Genauso gut können die gewonnen Erkenntnisse für politische Forderungen beim Gesundheitsschutz genutzt werden.

Daten für Gewerkschaften

Christina J. Colclough ist Gewerkschafterin und war unter anderem bis Mai 2020 bei UNI Global beschäftigt. Sie hat WeClock mit zwei Partnern gegründet: „In einer Welt, die zunehmend durch das Sammeln von Unternehmensdaten kontrolliert wird, verfügen die Gewerkschaften jetzt über ein Instrument, das es ihnen ermöglicht, der Welt der Beschäftigten besser zu verstehen.“

Die App gibt es unter: www.weclock.it/

 


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