Deutscher Gewerkschaftsbund

25.03.2020

Digitale Newsquellen in der Corona-Krise

Wer in der Flut der täglichen News um das Coronavirus COVID-19 den Überblick behalten will, sollte RSSFeeds und Google Alert nutzen. Auch Twitter bietet sich als direkte Newsquelle an. Eine kurze Anleitung.

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pexels.com / Andrea Piacquadio / DGB

RSS-Feeds sind der beste Weg, um hunderte von Internetseiten und Newsportale auf einen Blick im Auge zu behalten. Dabei ist RSS (Really Simple Syndication) nicht kompliziert, sondern einfach und genial. Damit man Feeds nutzen kann sind zwei Dinge entscheidend: Eine Webseite, die RSS anbietet (dazu gehören fast alle Nachrichtenportale und Regierungs-Internetseiten) und eine Software, die abonnierte Feeds sammelt und sortiert.

RSS-Feeds: Sammeln mit einem Feed-Reader

In der Regel sind RSS-Feeds mit einem speziellen Logo versehen, es ist orange mit weißen Funkwellen. Auf News-Webseiten sind die Feeds häufig im Kopf- oder Fußbereich verlinkt. Klickt man auf diesen Link oder das Symbol wird man auf eine Seite weitergeleitet, auf der die aktuellen Meldungen der jeweiligen Webseite nur mit Headline, Link und Datum zu sehen sind. Den Link dieser Seite muss man nun kopieren und in den Feed-Reader einfügen. Das ist die Software, die die RSS-Feeds sammelt. Hier gibt es eine große Auswahl.

 

 

Feed-Reader: Plattformen und Ad ons

Praktisch ist die Plattform Netvibes, dort werden die Feeds der unterschiedlichen Medien getrennt voneinander gesammelt. Zudem können Reiter zu Oberthemen angelegt werden. Also etwa News-Feeds zum Coronavirus aus verschiedenen Ländern. Es können auch Twitter-Feeds und Twitter-Hashtags ausgelesen werden. Zusätzlich kann der/die NutzerIn Oberthemen bilden und sich ein eigenes Ordnungssystem aufbauen. Achtung Datenschutz: Die Daten von Netvibes liegen auf einem Server in Frankreich. Bitte beachtet die Datenschutzerklärung. Wer Wert auf Datenschutz legt, sollte entweder den Browser mit einem Add on erweitern. Für Mozilla gibt es etliche Erweiterungen (z.B. awesome RSS), um RSS zu sammeln und aufzulisten. Wer weder Software noch Plattform nutzen möchte, der kann den quelloffenen Reader Tiny Tiny RSS auf seinem Rechner und Smartphone installieren.

Weitere Infos gibt es hier: www.unionize.de/-/1dE

Google Alert nutzen

Auch Google Alerts sind eine nützliche Hilfe, um täglich zu bestimmten Themen informiert zu werden. Allerdings brauchen NutzerInnen dafür einen Google-Account. Google Alerts sind einer der ältesten kostenlosen Google-Dienste. Das Prinzip: Immer wenn zu einem speziellen Thema eine Webseite im Internet etwas Neues veröffentlicht hat, wird (wenn gewünscht) eine Google Alert-E-Mail versendet.
Um den Dienst zu nutzen geht der/die NutzerIn auf die Seite www.google.com/alerts und gibt im Suchfeld zum Beispiel den Begriff Coronavirus ein. Darunter muss die E-Mail-Adresse eingegeben werden, an die die News-Updates gesendet werden sollen. Nun muss man sich in den Google-Account einloggen und den Alert bestätigen. Für alle angelegten Alerts kann festgelegt werden, wie häufig eine Mail mit neuesten Meldungen kommt: Sofort, wenn etwas passiert ist / einmal täglich oder einmal wöchentlich. Achtung Datenschutz: Wer den Dienst nutzen möchte, beachtet bitte die Datenschutzhinweise.

Drosten auf Twitter

Der Virologe Christian Drosten gehört zu den weltweit führenden Wissenschaftlern, die über Coronaviren forschen. Er twittert unter twitter.com/c_drosten
Twitter

Corona-Krise auf Twitter folgen

Twitter beweist in der aktuellen Krise einmal mehr, wie schnell und nützlich Microblogging sein kann. Etliche Virologen haben es auch dank Twitter zu bundesweiten Berühmtheit gebracht. Ihre persönlichen Einschätzungen geben sie unter anderem auf Twitter wieder. Aber auch Betroffenen melden sich weltweit zu Wort: Etwas Hoffnung gaben etwa die Bilder der singenden italienischen Nachbarn, die auf ihren Balkonen gesungen haben. Über die Hashtags-Funktion können gezielt Themen verfolgen werden. Wer zeitnah auf dem Laufenden bleiben möchte, sollte zentralen Persönlichkeiten (z.B. Virologen), Institutionen (z.B. das Robert-Koch-Institut), der Bundesregierung, PolitikerInnen und der örtlichen Polizei folgen.


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