Deutscher Gewerkschaftsbund

25.03.2019

Infografik: Mit diesen Energiequellen betreiben Netflix, Apple, Amazon und Co. ihre Dienste

Viele Digitalkonzerne wollen die Welt besser und sicherer machen. Doch wie steht es um den Energieverbrauch von Apple, Facebook, Alibaba, Google und Co? Gerade Streaming- und Cloud-Dienste benötigen riesige Energiemengen. Woher nehmen die Konzerne den Strom? Eine Greenpeace-Studie ist der Sache nachgegangen.

Mann Medien Fernsehen

Netflix, Sky, HBO, Amazon Prime Video – die Anzahl der Streaming-Dienste wächst schnell. Serien und Filme im Netz schauen, ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Videostreaming ist ein enormer Treiber des steigenden Datenvolumens. Im Jahr 2015 betrug der Anteil am globalen Internetdatenverkehr 63 Prozent, bis 2020 werden es voraussichtlich 80 Prozent sein. Mehr als ein Drittel des Internetverkehrs in Nordamerika geht allein auf das Konto von Netflix.

IT-Infrastruktur von Netflix läuft auf Amazon Web Services

Gleiches gilt für Cloud-Dienst, wie etwa die Amazon Web Services. Das ist digitaler Speicher, den vor allem Unternehmen nutzen, um in der Cloud Software oder Plattformen zu betreiben und diese weltweit anzubieten. So nutzt Netflix für seine IT-Infrastruktur etwa Amazon Web Services. Doch Streaming- und Cloud-Dienste beanspruchen riesige Energiemengen. Die englischsprachige Studie von Greenpeace USA nimmt die 15 weltweit größten Anbieter unter die Lupe und bewertet, wie viel saubere Energie in ihren Dienstleistungen steckt.

 

 

Bereits jetzt macht der Energiekonsum des IT-Sektors etwa sieben Prozent der global verbrauchten Elektrizität aus. Der Sektor benötigt gegenwärtig mehr Strom als beispielsweise Großbritannien (ca. 300 TWh). Die weltweiten Rechenzentren verbrauchen etwa 416 TWh Elektrizität. Aktuelle Prognosen sagen zudem eine Verdreifachung des globalen Internetverkehrs bis 2020 voraus. Für Greenpeace besteht die Herausforderung darin, die digitale Infrastruktur mit Erneuerbaren Energien zu versorgen. Greenpeace stellte 2016 fest: „Die großen Internetfirmen sind führend bei der Umsetzung des Ziels, ihre Energieversorgung zu 100 Prozent mit Erneuerbaren zu decken, zugleich sind sie ein wichtiger Katalysator für andere Unternehmen. In den USA treiben sie den Ausbau Erneuerbarer Energien voran. Im Jahr 2015 wurden Verträge über insgesamt 3,4 Gigawatt unterschrieben, mehr als zwei Drittel davon durch IT-Unternehmen.“

 

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